Leinen los!

So gern wir «Le Havre», unseren Ausgangsort, und die Menschen die wir dort trafen, lieb gewonnen hatten, war es nun wirklich an der Zeit den Absprung zu schaffen.

Los gehts!

Nach mehr als 3 Monaten mühsamer Vorbereitung, haben wir schliesslich die Leinen gelöst und unsere Reise begonnen. Unser Ziel war es vorerst, so schnell wie möglich in den warmen Süden zu gelangen.

Und schon mal vorab, wir haben es geschafft!!

Unsere erste Etappe war Saint-Vaast-la-Hougue eine kleine Ankerbucht westlich von Le Havre.

Au revoir Le Havre ...
Au revoir Le Havre …

Der Wettergott bescherte uns einen herrlichen ersten Segel-Tag. Sonnenschein und Rückenwind, so hatten wir uns das vorgestellt. Damit auch Poseidon mit uns mitspielt haben wir ihm unseren Rum geopfert. Nicht zu vergessen erfüllten wir das Ritual zur Schiffs-Umtaufe und kreuzten 3-mal unser Kielwasser. Den einstigen Namen «Seluna» haben wir somit hinter uns gelassen. Nicht, dass wir abergläubisch wären, aber sicher ist sicher ;-). Auch war es nicht der beste Rum, Poseidon möge es uns verzeihen.

Auf dem Weg nach Saint Vaast

Saint-Vaast-la-Hougue –> Cherbourg

Nach einer nicht ganz so angenehmen Nacht in der Ankerbucht ging es weiter nach Cherbourg. Dort gönnten wir uns einen Tag Pause bevor wir unseren ersten Nachtschlag von Cherbourg nach Roskoff starteten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Windanzeige Ankerbucht Saint Vaast

 

Cherbourg –> Alderney Race –> Roskoff

Unser Weg führte uns nebst dem Alderney Race, an den Channel Islands Gournsey und Jersey vorbei. Das Gebiet ist vor allem wegen den starken Gezeitenströmungen bekannt. So erreichten wir Mitstroms teilweise eine Geschwindigkeit von 11 Knoten (Geschwindigkeit über Grund). Leider blieb der Wind bei dieser Etappe aus und wir legten die komplette Strecke unter Motor zurück.

Die Supermarkt-Suche
Die Supermarkt-Suche in Cherbourg

 

Marina Cherbourg
Marina Cherbourg

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die erste Nachtfahrt

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
… noch mehr Abendstimmung

 

Roskoff –> Carmaret –> Brest

Entschlossen so viel wie nur möglich zu segeln anstatt zu Motoren, bestätigte sich unsere Erwartung, dass die Eigenschaften des Bootes beim Kreuzen eher bescheiden sind.

Ankreuzen ist anstrengend...
Ankreuzen ist anstrengend…

So fuhren wir im Zickzackmuster in Richtung unseren ersten Wegpunkt. Leider haben wir dabei so viel Zeit verloren, dass wir unsere optimal berechnete Zeit/Route nicht einhalten konnten. Genauer gesagt bedeutete das Gegenstrom von bis zu vier Knoten und auf der Stelle stehen während 3 h. Unterdessen ist es schon Nacht geworden und wir entschieden uns daher bei Carmaret vor Anker zu gehen und die Fahrt nach Brest am nächsten Tag fortzusetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *